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Am Müllsammelzentrum habe ich meinen ersten Verkaufsstand aufgebaut. Nicht weil ich Müll anzubieten hatte, sondern weil ich kalkulierte, dass dies der meistfrequentierte Ort in der Umgebung von Krobathen sein dürfte, meinem Heimatort in der Südoststeiermark. „Formel-1-Nachrichten“ hieß meine kleine Zeitung, die ich als 13-Jähriger herausgegeben und dort unters Volk gebracht habe, wo jeder vorbeischauen muss, um seinen Unrat zu entsorgen.

Die Formel 1, seinerzeit mit Gerhard Berger als dem österreichischen Spitzenfahrer, war als Kind mein Steckenpferd. Daheim bekamen wir stets die „Motorsport aktuell“ aus Deutschland zugesandt, so dass ich immer auf dem Laufenden war. Die aufregendsten Episoden aus den Wettkämpfen meiner Asphalt-Helden habe ich für meine Formel-1-Nachrichten verwertet. Besonders viele Exemplare habe ich nicht verkauft, aber gelegentlich lagen zehn Schilling in meiner Verkaufsdose.

Traktor fahren und Arbeit im Stall

Gelernt zu arbeiten habe ich schon als Kind auf dem elterlichen Bauernhof. Auf so einem Hof ist immer viel zu tun. Ställe müssen gesäubert, Tiere gefüttert werden. Mal steht die Traubenernte an, mal die Maisernte, und dann wird jeder Mann gebraucht, auch jeder kleine Mann. Als Kind fand ich es nicht immer toll, auf dem Hof helfen zu müssen, anstatt spielen zu können. Manchmal habe ich sogar versucht, mich zu drücken. Aber im Nachhinein finde ich es gut, dass meine Eltern mich, meinen Bruder und meine Schwester eingespannt haben. Oft genug haben wir Abenteuer erlebt, um die uns jedes Stadtkind beneiden dürfte: Traktor fahren zum Beispiel, für jeden Jungen ein Traum. Oder das lange Aufbleiben während der Maisernte. Wir hatten gute Jahre damals.

Die Grundregeln des Lebens: Ehrlichkeit, Ausdauer, Loyalität und Glaube

Ich bin dankbar, dass das herzliche Verhältnis zu meinen Eltern bis heute besteht. An Feiertagen, Geburtstagen und zu anderen Anlässen trifft sich die Familie, oft auf dem Hof. Dann feiern und quatschen wir alle gemeinsam, und stets liegt viel Liebe und Zusammenhalt in der Luft. Mein Bruder wohnt bis heute in Krobathen, meine Schwester in der Nähe. Ich bin der einzige, der weiter weggezogen ist, wenngleich nur überschaubare 70 bis 80 Kilometer entfernt. Die Grundregeln des Lebens, so wie sie mich meine Eltern gelehrt haben, die habe ich mitgenommen: Ehrlichkeit, Ausdauer, Loyalität und Glaube.

Kindergarten, Volksschule, Hauptschule, Handelsschule – mein Weg durch die schulischen Instanzen unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der meisten anderen Leute. Was mich früh unterschied, war der Wunsch, unternehmerisch zu arbeiten, mein Interesse an Finanzen und mein Bestreben, anderen zu vermitteln, was mich fasziniert. Im Lauf der Jahre hat sich das nicht geändert, nur hat mittlerweile die Finanzplanung die Formel 1 abgelöst. Und ich betreibe keinen Verkaufsstand am Müllsammelzentrum mehr, sondern im Internet, wo statt der Sammeldose elektronische Zahlmethoden dominieren. Naja, und für zehn Schilling verkaufe ich meine Expertise auch nicht mehr, das wäre doch deutlich unter Wert.

Die erste Firma mit 16: „STRADNER Layout“

„STRADNER Layout“ hieß meine erste Firma, gegründet von einem 16-Jährigen, dessen Vater sich einen 386er-PC mitsamt Nadeldrucker geleistet hatte. Statt Formel-1-Nachrichten verkaufte ich nun Grafikdienstleistungen. Über den finanziellen Erfolg von „STRADNER Layout“ wollen wir den Mantel des Schweigens decken, aber ich darf feststellen, dass meine Werke auf dem Dorf für Aufsehen gesorgt haben – und den Verkauf von Mehlspeise auf dem Feuerwehrfest angekurbelt. Über mehrere Seiten A4-Papier habe ich den Schriftzug „Mehlspeise“ laufen lassen, meine Schwester hat ihn ausgemalt (diesen Teil der „Grafikdienstleistung“ habe ich gerne ihr überlassen). Das Papier haben wir auf Karton geklebt, damit es schön stabil ist, und schon hatte der Mehlspeisestand ein Werbeschild, das alle anderen in den Schatten stellte. So etwas hatte man in Krobathen noch nicht gesehen, STRADNER Layout sei Dank.

Ein Buch mit Videos, Newsletter als Audio-Datei

Wie mein Interesse für Finanzen zieht sich mein Interesse für Medientechnik durch mein Leben. Heute sehen zum Beispiel meine Filme gut aus, weil ich früh begonnen habe, mir die Green-Wall-Technik zu erschließen, anfangs mit einem A3-Blatt Papier als Test. Mittlerweile habe ich ein kleines Studio, und ich weiß die Möglichkeiten auszureizen, die mir die Technik bietet. Für Schulungen habe ich schon vor Jahren Videos gedreht und Newsletter als Podcast versendet, als das noch eine weitgehend unbekannte Methode war, Informationen zu verbreiten. Mein 2012 erschienenes Buch enthält Videos, damit war ich mindestens auf der Höhe der Zeit, vielleicht sogar der Zeit voraus.

Einmal Kassier, immer Kassier

Ich habe durch Praxis gelernt, nicht weil mir ein Lehrer Theorie vermittelte: Schon in der Hauptschule war ich Klassenkassier, habe das Milchgeld eingesammelt und abgerechnet, ebenso den Extra-Obolus, den unsere Eltern für Ausflüge bezahlen mussten. Auch in der Handelsschule habe ich diesen Job gemacht, und so ging das weiter: Kassier im Pfarrgemeinderat, Kassier bei der Freiwilligen Feuerwehr. Heutzutage beim Lions-Club bin ich Schatzmeister.

Nach dem Diplom lag es nahe, einen Job in der Finanzdienstleistungsbranche zu suchen. Es stellte sich heraus, dass es alles andere als einfach ist, einen zu finden. Also habe ich freiwillig erst einmal acht Monate im Bundesheer abgeleistet und während dieser Zeit den Arbeitsmarkt durchforstet. Vergeblich. „Ihnen fehlt die Erfahrung“, bekam ich von potenziellen Arbeitgebern zu hören. Aber woher sollte ich die nehmen?

Mein Berufsanfänger-Dilemma öffentlich gemacht

Für Berufsanfänger ist das oft ein Teufelskreis: Der Arbeitgeber sucht Berufserfahrung, die der junge Arbeitnehmer nie bekommen wird, weil sie ihm zu Beginn seines Berufslebens zwangsläufig fehlt und weiterhin fehlen wird, so lange ihn niemand einstellt. Aus diesem Teufelskreis bin ich ausgebrochen, indem ich einen Leserbrief geschrieben und der Öffentlichkeit mein Dilemma geschildert habe. Daraufhin haben sich einige Unternehmer gemeldet, unter anderem ein Versicherungsmakler aus Graz.

Die Ärmel etwas zu lang, der Schnitt nicht wirklich meiner Figur angepasst, die Schuhe nicht wirklich schick. Ziemlich tölpelhaft habe ich mich seinerzeit eingekleidet, um in Graz beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck zu machen. Am neuen Anzug lag es bestimmt nicht, dass ich die Stelle bekam. Mit 18 Jahren war ich als selbstständiger Versicherungsmakler in der Finanzdienstleistungsbranche gelandet, im Prinzip ein Vetriebsjob, versüßt durch 5.000 Schilling monatliche Aufbauzulage.

Chefs sollten in der Sache überragen, nicht am lautesten schreien können

Mein damaliger Chef sollte mein erster Mentor werden. In der Grazer Versicherungsagentur habe ich von ihm viel gelernt, im Guten wie im Schlechten. Der Mann verstand sein Geschäft, ihm verdanke ich das Grundwissen über Vertriebsarbeit. Ich habe mich um den Aufbau neuer Kunden gekümmert, aber auch intern Verwaltungsarbeit erledigt, das war eine gute Schule. Meinem ersten Chef verdanke ich auch die Gewissheit, dass ich als Führungspersönlichkeit niemals so auftreten möchte wie er: Nicht aufbrausend und von oben herab, sondern kooperativ und immer mit dem Teamgedanken im Hinterkopf. Autorität sollten sich Chefs verdienen, indem sie in der Sache überragen, nicht weil sie am lautesten schreien können.

Ein weiter Weg bis zum TUN

Acht Jahre habe ich in der Finanz- und Versicherungsbranche gearbeitet, die überwiegende Zeit davon mit viel Elan und Freude an der Sache. Aber Menschen verändern sich, erweitern ihren Horizont, wollen sich entwickeln, da bin ich keine Ausnahme. Im Lauf des Jahres 2006 spürte ich immer deutlicher, dass mir die Arbeit keine Freude mehr bereitete, dass ich etwas Neues beginnen wollte. Aber vom Spüren bis zum Tun war es damals ein weiter Weg. Erst musste mein Privatleben kollabieren, bevor ich einen Schlussstrich gezogen habe und den Neustart angegangen bin. Der Thomas Stradner von heute hätte sein Leben damals entschlossener und zügiger umgekrempelt.

Meine damalige Freundin hatte ich 2002 kennengelernt. Wir hatten große Pläne, wollten gemeinsam etwas aufbauen. In diesem Sinne haben wir Ende 2006 eine gemeinsame Wohnung in Graz gekauft – obwohl uns beiden hätte klar sein müssen, dass unsere Beziehung längst einen Knacks hatte. Einen ziemlich großen Knacks. Zwischen uns hatte sich ein Graben aufgetan, der nicht zu kitten war. Ein Vierteljahr, nachdem wir die Wohnung gekauft hatten, war die Beziehung beendet. Februar/März 2007 waren schlimme Monate. Die Beziehung kaputt, ein Job, der mich nicht ausfüllte. Ich fühlte mich am Ende, und es bedurfte eines Impulses von außen, bis ich mein Leben in die Hand nahm.

Udo Jürgens gab den Impuls

„Heute ist Dein bester Tag“, hörte ich den deutschen Motivationstrainer Artur Lassen aus meinen Laptop sagen, während ich am Bügelbrett meine Hemden in Form brachte. Gehört hatte ich die Botschaft, verstanden nicht. Während um mich herum die Welt zusammenbrach, erzählte mir jemand vom positiven Denken. Wie sollte das mein bester Tag sein, ohne Freundin, ohne Perspektive, wieder zurück in meiner alten Wohnung, die meine Vergangenheit repräsentierte, nicht meine Zukunft. Lassens Botschaft alleine reichte nicht, um mich aus meinem Loch zu holen. Das tat Udo Jürgens.

Bei einer Firmenfeier hatte ich diese CD bekommen, die in erster Linie einen Text des Motivationstrainers aus Deutschland enthielt. Und dieses Lied:

„Ich glaub‘, ich weiß, wie dir zumute ist. Im Teufelskreis, wo du gefangen bist.
Ich weiß noch gut wie die Verzweiflung schmeckt, wenn selbst die Wut sich vor dem Schmerz versteckt.

Es ist nicht viel, was ich dir sagen kann.
Nur, das ich lernen musste irgendwann wieder aufzustehn, wenn ich zu Boden fiel.

Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient.“

Das richtige Lied zur richtigen Zeit, „Wer nie verliert, hat den Sieg nicht verdient“ von Udo Jürgens. Als ich das hörte, als die Botschaft mich erreicht hatte, da war mir klar, dass ich selbst dafür sorgen muss, dass sich mein Leben wendet. Die letzten Töne waren kaum verklungen, da saß ich schon am Schreibtisch und tippte meine Kündigung.

Arbeitslos – und glücklich

„Thomas, überleg Dir das nochmal.“ „Thomas, triff nicht solche emotionalen Entscheidungen.“ So haben die Kollegen bei der Versicherung versucht, mich umzustimmen, mich bei sich zu halten. Vergeblich. Ich wusste jetzt, was richtig für mich ist. Am 1. April 2007 war ich arbeitslos – und glücklich. Die erste Nacht nach der Kündigung fühlte sich an wie die erste Nacht in Freiheit. Ich habe geschlafen wie ein Baby.

Bei einer jungen, schnell wachsenden Einkaufsgemeinschaft habe ich begonnen, mich beruflich wieder aufzurappeln. Kunde war ich dort ohnehin gewesen, nun hatte ich Zeit und Energie, mich etwas mehr zu engagieren. Schnell fiel mir auf, dass es bei der Firma um Fortbildungen schlecht bestellt war. „Wir brauchen Vorträge und Seminare“, habe ich gesagt und zu hören bekommen: „Na, dann mach.“ Und wie ich machte. Mein erstes Seminar hielt ich im August 2007. Das war der Startschuss für eine interne Karriere als Schulungsleiter, Coach und Referent. Anfangs nur auf Deutsch, dann hat das Unternehmen meine Vorträge übersetzen lassen, weil offensichtlich funktionierte, was ich tat.

2008 habe ich die „STRADNER Consulting“ gegründet als Unternehmensberater für Vertrieb und Marketing. Im Lauf der Zeit habe ich vor fast 30.000 Menschen in mehr als 30 Ländern gesprochen und über Monate hinweg fast jeden Tag in einer anderen Stadt ein Seminar gehalten. Endlich tat ich, was meinen Talenten entspricht: Menschen bewegen, Menschen berühren, Menschen in den Hintern treten, zumindest verbal – mein WHY. Endlich hatte ich mehrere Dinge gefunden, die ich in Eigenregie mit Begeisterung vorantrieb.

Während dieser Jahre habe ich die „Mr. DO IT“-Marke gegründet, begonnen, Podcasts zu versenden, und schließlich mein Buch geschrieben. Alles mit der Idee, andere Menschen zu motivieren, ihnen Werkzeuge für das Leben in die Hand zu geben. Profilieren wollte ich mich damit nicht, aber genau das wurde mir bald unterstellt. Sich mit und für andere zu freuen, ist nicht jedem gegeben, wie ich feststellen musste, während ich als „European Sales Manager“ kreuz und quer durch die Weltgeschichte jettete.

Niemand soll ein Seminar von mir ohne Gewinn verlassen

Meine Seminare waren immer anders als die der meisten Kollegen, weil ich es mir zum Prinzip gemacht habe, dass die Teilnehmer etwas fürs Leben mitnehmen sollen. Die Geschäftsmodelle, die ich vorgestellt habe, mögen ja nicht jedem behagen, das ist in Ordnung. Aber nicht in Ordnung fände ich, wenn jemand ohne Gewinn ein Seminar von mir verlässt. Unlängst habe ich einen Bekannten aus Kroatien wiedergetroffen, der war vor einiger Zeit von Zagreb nach Novi Sad gefahren, um mich dort sprechen zu hören. „Du warst der Auslöser, dass ich mein Leben geändert habe“, hat er mir gesagt. Und mir vor Augen geführt, warum ich tue, was ich tue. Ich will der Auslöser sein, ich will Menschen helfen weiterzukommen.

Meine Nadine habe ich durch einen Zufall kennengelernt. Sie suchte einen Job, hatte auf Umwegen meine Telefonnummer bekommen, und ich habe sie zu einem Vortrag im Flughafen Graz eingeladen. Schon dort haben wir lange miteinander geredet, uns an den folgenden Tagen wieder getroffen. Eine Woche nach dem Kennenlernen bin ich bei ihr eingezogen. Gut ein Jahr später haben wir geheiratet. Seitdem sind wir glücklich miteinander.

Während Nadine und ich an der gemeinsamen Zukunft bastelten, ein Haus kauften und zu einer kaum trennbaren Einheit wurden, entzweite ich mich von meinem Hauptauftraggeber. Was ich tat und wie ich es tat, das wurde schief angesehen. Die Vorstellung, dass jemand tatsächlich anderen Menschen helfen möchte, schien dort für viele Leute kaum glaubhaft zu sein – und ein Grund, an meinem Stuhl zu sägen. Anfangs hat mich das wenig belastet, ich spürte ja in jedem Seminar die Zustimmung von den Rängen.

„Thomas, wir brauchen Deine Position nicht mehr.“

Anfang 2013 waren es nicht mehr nur die Blicke, die mich trafen, und das Tuscheln hinter meinen Rücken, sondern auch Stillstand auf meinem Konto, die mir signalisierten, dass etwas im Argen liegt. Es kam kein Geld mehr. Ich musste mir selbst einen Termin beim Chef organisieren, um zu erfahren, warum die Firma die Zahlungen eingestellt hatte: „Thomas, wir brauchen Deine Position nicht mehr.“ Ich habe dann noch sporadisch für das halbe Geld einige interne Schulungen gemacht, aber auch die wurden nur schleppend bezahlt. Nach acht Jahren war es Zeit zu gehen. Der Entschluss fiel mir nicht leicht, ich hatte dort ja einiges aufgebaut, aber die Art und Weise, wie ich dann abserviert worden bin, machte es einfacher. Ich habe versucht, mit allen bis dahin guten Kollegen noch einmal zu reden. Gemeldet hat sich niemand.

Während dieser Wochen meldete sich stattdessen ein alter Freund, der mittlerweile als Schulungsleiter bei einem Unternehmen mit einem ähnlichen Geschäftsmodell arbeitete. Er brauche jemanden, der ihn beim Aufbau der Schulungen unterstützt. Das habe ich anfangs gemacht, aber schnell gemerkt, dass diese Firma a) in die falsche Richtung läuft und b) schon zu Beginn dieselbe Zahlungsmoral an den Tag legte wie die andere am Ende unserer Zusammenarbeit. Nach einem enttäuschenden Vierteljahr habe ich dieses Kapitel zu den Akten gelegt.

Endlich Klarheit: Ich muss mein eigenes Ding durchziehen

Es war nicht mehr nur an der Zeit zu gehen, sondern einen Schlussstrich zu ziehen und einmal mehr neu durchzustarten. Zwar bin ich Ende September noch mit Nadine nach Schweden geflogen, um mir dort ein Stellenangebot anzuhören. Verkaufsleiter und zuständig für Schulungen, das klang gut, aber insgeheim war mir klar: Nach Jahren des Verkaufens und Anpreisens für andere muss ich mein eigenes Ding durchziehen. Diese Einsicht wurde mir umso klarer, als schon in den Tagen nach unserer Rückkehr die Schweden per Telefon und SMS Druck machten, neue Kunden zu finden – wovon in unseren Gesprächen nie die Rede gewesen war. Die Vereinbarung mit der schwedischen Firma habe ich nach acht Tagen gekündigt, eine gute Entscheidung: zwei Monate später war die Firma in Konkurs.

Anfang Oktober stand der Entschluss, erst einmal Schulungs- und Marketingfilme zu machen. Kunden hatte ich auf Anhieb, das ließ sich gut an. Der nächste Schritt war zwangsläufig ein Internetauftritt mit einheitlicher Marke, mit Corporate Design – und mit Inhalten, so wie ich sie mir vorstelle. Anfang 2015 habe ich alle Webseiten geschlossen und unter ThomasSTRADNER.com gebündelt. Dort bin ich jetzt, wie ich bin, und ich tue das, was mich antreibt, ohne dass jemand anderes mir Inhalte unterschieben oder Geld aus meiner Arbeit melken will. Geblieben ist das Prinzip, dass bei mir jeder etwas finden soll, dass er für sein Leben gebrauchen kann.